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UMTS - mit HSPA Datenhöchstleistungen
UMTS steht für "Universal Mobile Telecommunications
System", also ein System, um darüber sowohl Telefonate
als auch Datenübertragungen zu realisieren.
UMTS galt Ende der 1990er Jahre als die herausragende Technologie
für die Zukunft, um darüber das immer größer
werdenden Datenaufkommen zu realisieren. Hochgeschwindigkeitsleitungen
via Mobilfunk mit einer Geschwindigkeit von bis zu 384 KBit/s
versprachen Ende der 1990er Jahre ungeahnte Möglichkeiten
in der Mobilfunk-Branche.
Doch die Deutsche Mobilfunk-Branche hat sich im Jahre 2000
ihr eigenes Bein gestellt, als sechs Konkurrenten in einem
nie da gewesenen Hype UMTS-Lizenzen für eine Summe von
mehr als 100 Milliarden DM (50 Milliarden Euro) erwarben,
ohne auch nur einen einzigen Sendemast aufgestellt zu haben.
Die Bieter Qualm und Mobilcom bezahlten die Milliarden, gaben
aber letztlich ihre Lizenzen zurück. Übrig geblieben
sind die vier Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone, E-Plus sowie
O2-Germany.
Doch bevor die Netzbetreiber ihre UMTS-Netze überhaupt
in Betrieb nehmen konnten, hatte sich der Datenbedarf bereits
erheblich vergrößert. Im Festnetzbereich lagen
die Internet
Tarife, zu mindestens im Bereich DSL und TV-Kabel, schon
jenseits der MBit/s Grenze, während UMTS immer noch bei
einer Maximalgeschwindigkeit von 384 KBit/s lag.
Die sich noch im Bau befindlichen UMTS-Netze wurden deshalb
um einen weiteren UMTS-Standard erweitert und aufgerüstet,
nämlich um HSPA. Hiermit sind Geschwindigkeiten von bis
zu 28,8 MBit/s möglich. Derzeit (Stand 2010) liefern
die UMTS-Netze von T-Mobile bzw. Vodafone durchgängig
etwa 7,2 MBit/s, das Netz von O2-Germany durchgängig
3,6 MBit/s. Lediglich E-Plus liegt durchgängig immer
noch bei 384 KBit/s.
UMTS
als 3. Generation im Mobilfunk hat sich bereits überholt,
es folgt der neue Standard LTE. Hiermit werden Geschwindigkeiten
von mehr als 100 MBit/s möglich werden. Bis sich LTE
aber durchgesetzt hat werden sicher noch einige Jahre vergehen.
Die Mobilfunknetze sind noch nicht entsprechend aufgerüstet
und zudem werden noch zu wenige Mobilfunkgeräte angeboten,
die diesen Standard verarbeiten können.
Interessant ist UMTS, oder besser gesagt die Nachfolge-Technologie
UMTS-HSPA allemal, denn heute kann der Endverbraucher so gut
wie überall in Deutschland mit einem mobilen Endgerät
ins Internet. Gemeint sind nicht nur Handys oder Smartphones,
sondern vor allem auch Notebooks, Netbooks oder die neuen
eBooks. Vor einigen Jahren noch musste man sich mit Hotspots
behelfen und die befanden sich oft nur an Orten an denen sich
viele Personen konzentrierten, wie beispielsweise Flughäfen,
Bahnhöfe, Marktplätze von großen Städten
oder auch Hotels und Hotelanlagen. Heute hat man auch einen
sehr guten Empfang in Regionen, in denen im wahrsten Worte
der Hund verfroren ist. In unserer heutigen Spaßgesellschaft
sieht man beispielsweise immer mehr kleinere
Dörfer die sich kurzfristig größere Bühnenpodeste mieten, um so Menschenmassen für ihre Events anzulocken.
Durch die überaus günstigen Datentarife (sei es
als UMTS-SIM-Karte für Smartphones oder als UMTS-USB-Stick
für Notebooks oder Netbooks zum Monatspreis von unter
30 Euro als Flatrate) hat man selbst hier die Gelegenheit,
sich zum Event-Ort navigieren zu lassen, sich nach Fahrplänen
zu erkundigen, Gaststätten und Unterkünfte ausfindig
zu machen, oder seinen "Tagesgeschäften" via
E-Mail-Korrespondenz nachzugehen.
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